
Pharma
Bestandsmodellierung und Szenarioplanung
PROVADIT konzipierte und entwickelte ein vorausschauendes Bestandsmodell mit Datenschnittstelle zu einem Steuerungs-Cockpit für eine globale Life-Sciences-Gruppe. Die Arbeit verband Planungsparameter, Bestandstreiber und vergleichbare Szenarien für die Pharmaplanung.
Die Fallstudie entdecken- Branche
- Pharma
- Unsere Rolle
- Federführende Verantwortung für Modellkonzeption, Umsetzung und die Datenschnittstelle zum Cockpit
- Schwerpunkte & Technologien
- Bestandsmodellierung · Szenarioplanung · Zielbestände
- Umfang
- Geliefert im Rahmen einer Initiative von 2022 bis 2024
Kunde anonymisiert.
Die Ausgangslage
Welcher Bestand ist unter den gegebenen Planungsannahmen sinnvoll?
Eine Initiative in der pharmazeutischen Supply Chain sollte die taktische Bestandsplanung über globale, Länder- und Standortteams hinweg weiterentwickeln. Der bisherige Ansatz ging vom vorhandenen Bestand aus. Ein neues parameterbasiertes Modell sollte erklären, welcher Bestand sich aus Bedarf, Sicherheitsbeständen, Durchlaufzeiten und Losgrössen ergibt und wie dieser rechnerische Vergleichswert zum tatsächlichen Bestand steht.
Der Ist-Bestand bildet die Folgen vergangener Entscheidungen ab. Für sich genommen erklärt er noch nicht, welchen Bestand das Unternehmen in einem künftigen Planungszeitraum benötigt. Das Modell ergänzte einen zweiten Bezugspunkt: den aus konkreten Planungsannahmen abgeleiteten Bestand. Der Vergleich unterstützt eine gezieltere Diskussion über Überbestände und ihre Ursachen.
Unser Beitrag
PROVADITs Beitrag
PROVADIT konzipierte und entwickelte das vorausschauende Bestandsmodell sowie die Datenschnittstelle, die seine Ergebnisse im Bestandssteuerungs-Cockpit bereitstellt. Die Verantwortung umfasste Parameterlogik, Modellumsetzung und Szenarien mit bestehenden, verbesserten oder individuell gesetzten Annahmen. Über die Schnittstelle standen diese Vergleichswerte, geplante Sondereffekte und Kennzahlen für Zielplanung, Hinweise und Szenarioanalysen zur Verfügung.
Die Bestandstreiber erklären
Den rechnerischen Bestand in Sicherheitsbestand, Warenausgangsbestand, Wareneingangs- beziehungsweise Qualitätsbestand, Transportbestand und Zyklusbestand gliedern. Jede Komponente mit den relevanten Planungsdaten verbinden, damit die Wirkung einer Parameteränderung im Modell nachvollziehbar wird.
Planungsannahmen vergleichen
Vergleichswerte für aktuelle Parameter, verbesserte Parameter und individuelle Szenarien bereitstellen. Geplante Sondereffekte wie Markteinführungen oder Störungen als gesonderte Ergänzung des Grundmodells berücksichtigen. Das dokumentierte Betriebsmodell nutzte wöchentliche Momentaufnahmen der Planungsdaten.
Das Modell für die Steuerung bereitstellen
Die Datenschnittstelle zum Bestandssteuerungs-Cockpit entwickeln. Modellergebnisse und Kennzahlen für den Vergleich von Ist- und Modellbestand, die Identifikation von Überbeständen, die Zielplanung und die Untersuchung von Szenarien bereitstellen.
Einblick in die Arbeit
Was steckt hinter einem Bestandsziel?
Das Grundmodell trennt die planerischen Einflussgrössen, damit Teams die zugrunde liegenden Annahmen besprechen können. Die Darstellung erläutert die Modelllogik vereinfacht und bildet kein Kundensystem ab.
Sicherheitsbestand
Der im Planungssystem hinterlegte oder dem Modell ausdrücklich bereitgestellte Puffer.
Warenausgangsbestand
Bedarf, Warenausgangszeiten und Lagerinformationen bestimmen diese Komponente.
Wareneingangs- und Qualitätsbestand
Bedarf und Wareneingangszeiten berücksichtigen Bestände vor ihrer Verfügbarkeit.
Transportbestand
Transportbeziehungen und Logistiklogik bilden Bestände auf ihrem Weg durch das Netzwerk ab.
Zyklusbestand
Losgrössen und Planungsregeln erklären den mit den Nachschubzyklen verbundenen Bestand.
Arbeitsergebnisse
Konkrete Arbeitsergebnisse. Fundierte Entscheidungen.
Das gelieferte Modell machte die Annahmen hinter Beständen sichtbar und stellte eine konsistente Grundlage für die nachgelagerte Steuerung bereit. Es unterstützt Vergleiche und Entscheidungen. Ob sich ein rechnerisches Potenzial realisieren lässt, hängt auch von betrieblichen Rahmenbedingungen ab.
- Ein vorausschauendes Bestandsmodell mit expliziten planerischen Einflussgrössen.
- Vergleichbare Szenarien für bestehende, verbesserte und individuell gesetzte Parameter mit geplanten Sondereffekten.
- Eine Datenschnittstelle zur Bereitstellung der Modellergebnisse im Bestandssteuerungs-Cockpit.
Einordnung des Mandats
PROVADIT lieferte das Modell und seine Datenschnittstelle. Die Benutzeroberfläche des Cockpits, die übergreifende Optimierungsplattform und das Werkzeug zur Parameterprüfung waren benachbarte Teile der Initiative. Die spätere Nutzung ist für 2024–2025 beschrieben; eine heute noch laufende Projektumsetzung wird daraus nicht abgeleitet.
Was dieses Beispiel zeigt
Ein belastbares Bestandsziel braucht eine nachvollziehbare Begründung. Die Modellierung der planerischen Einflussgrössen schafft eine Grundlage, um zu diskutieren, warum Bestand entsteht, welche Annahmen sich ändern sollten und was diese Änderungen bewirken würden.
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