
Life Sciences · Bestandsmanagement & Abschreibungen
Bestandsworkflows im Wechsel zu SAP S/4HANA
Ein globaler Bestandsworkflow muss verlässlich funktionieren, auch wenn sich das zugrunde liegende ERP-System verändert. Seit 2023 erweitert PROVADIT eine Anwendung für Bestandsrisiken, Verschrottung und Abschreibungen bei einer Life-Sciences-Gruppe und begleitet den standortweisen Wechsel von SAP ECC zu S/4HANA.
Die Fallstudie entdecken- Branche
- Life Sciences · Bestandsmanagement & Abschreibungen
- Unsere Rolle
- Funktionale Erweiterung und Begleitung der globalen SAP-Migration
- Schwerpunkte & Technologien
- SAP BW · SAP ECC · SAP S/4HANA · Workflow-Integration
- Umfang
- Seit 2023 laufend · Globale Workflow-Anwendung
Kunde anonymisiert.
Die Ausgangslage
Wie lässt sich ein kritischer Bestandsworkflow erweitern, während seine ERP-Grundlage wechselt?
Eine globale Life-Sciences-Gruppe hatte die Verschrottung sowie den Umgang mit langsam drehenden und kritischen Beständen aus einer fragmentierten Landschaft von Altanwendungen in einem weltweit eingesetzten Workflow gebündelt. Zuvor verteilten sich die Abläufe auf Lotus-Notes-Datenbanken, Tabellen, E-Mail-Freigaben, SharePoint und einzelne BW-Abfragen. Die bestehende Anwendung basiert auf SAP Business Warehouse und verbindet ERP-Buchungen, elektronische Signaturen, LDAP-basierte Berechtigungen und ein zentrales Dokumentenarchiv.
Der Prozess steuert Bestandsrisiken auf Chargenebene und deren finanzielle Folgen. Freigabeketten ergeben sich aus zentral gepflegten Regeln, und autorisierte Vorgänge führen zu ERP-Buchungen. Während einer globalen Migration muss diese Kette über Standorte mit unterschiedlichen ERP-Versionen hinweg funktionieren und vollständig nachvollziehbar bleiben.
Unser Beitrag
PROVADITs Beitrag
PROVADIT übernahm zwei zusammenhängende Aufgaben: die funktionale Erweiterung der Anwendung und die Begleitung der Migration. Je Arbeitsstrang arbeitete ein erfahrener Solution Designer direkt mit Fachverantwortlichen und Standortspezialisten zusammen. Das Vorgehen reichte von der Umfangsklärung und Konzeption über die Umsetzung bis zu Anwenderabnahmen, gemeinsamen Durchläufen und Schulungen. Die Migrationsarbeit folgte den Bereitschaftsprüfungen, Vorproduktionstests und standortbezogenen Testzyklen des Kunden.
Die fachlichen Workflows erweitern
PROVADIT spezifizierte, konzipierte und realisierte elektronische Verschrottungsanträge auf Lagerortebene, die Behandlung von Chargensplits mit Übernahme der Workflow-Informationen sowie einen eigenen Workflow zur Risikominderung. Weitere Erweiterungen verbesserten die Anbindung der ERP-Buchungen und ergänzten Benachrichtigungen und Auswertungen.
Den Wechsel von ECC zu S/4HANA absichern
Die Arbeit umfasste ECC-spezifische Schnittstellen, Buchungsfolgen, Finanzbelegstrukturen und die Logik der Bewegungsarten. PROVADIT prüfte und adaptierte Buchungen und die Synchronisierung der Workflow-Status für S/4HANA. Dabei wurde auch die Übergangsphase berücksichtigt, in der einzelne Standorte noch mit ECC und andere bereits mit S/4HANA arbeiteten.
Den verbundenen Prozess durchgängig halten
Die Validierung betrachtete die gesamte Kette vom Bestandsreporting über die Freigabe bis zur ERP-Buchung und zum archivierten Nachweis. Elektronische Signaturen, LDAP-Berechtigungen und Archivschnittstellen wurden im Migrationsumfeld gemeinsam mit dem Verhalten der Workflows geprüft.
Die Umstellung jedes Standorts begleiten
PROVADIT begleitete Bereitschaftsprüfungen, Schnittstellentests in der Vorproduktion, Anwenderabnahmen und die Go-live-Planung je Standort. Gemeinsame Durchläufe und praktische Schulungen unterstützten die lokalen Teams bei der Nutzung der erweiterten Abläufe. Ziel war, die Verfügbarkeit des Workflows während der jeweiligen ERP-Umstellung zu erhalten.
Einblick in die Arbeit
Vom Bestandsrisiko zur nachvollziehbaren Massnahme.
Vier miteinander verbundene Schritte prägen den Workflow. Erweiterungen und Migrationstests müssen ihre Zusammenhänge berücksichtigen.
Bestände identifizieren und Massnahmen beantragen
Anwender identifizieren langsam drehende oder finanziell gefährdete Chargen und starten den passenden Antrag. Der erweiterte Prozess unterstützt Verschrottungen auf Lagerortebene und übernimmt Workflow-Informationen bei Chargensplits.
Freigaben regelbasiert zuordnen
Zentrale Steuerungsregeln bestimmen die Freigabekette für den jeweiligen Geschäftsbereich. Antragsteller wählen die Freigebenden nicht selbst aus. Rollenbasierte Berechtigungen und der elektronische Signaturdienst unterstützen die autorisierte Genehmigung.
Buchungen und Status synchronisieren
Nach der Freigabe werden die physische Vernichtung beziehungsweise finanzielle Abschreibung in SAP ERP abgebildet. Die Integration verbindet Buchungsfolgen und Beleginformationen mit dem Workflow-Status, auch beim parallelen Betrieb von ECC- und S/4HANA-Standorten.
Nachweise vollständig aufbewahren
Die Anwendung hält exportierbare Prüfnachweise für Chargen, Freigaben und Vernichtungen vor. Das Archivierungskonzept unterstützt umfangreiche Dokumentenbestände und die festgelegten Aufbewahrungsanforderungen des Kunden.
Arbeitsergebnisse
Konkrete Arbeitsergebnisse. Fundierte Entscheidungen.
Das Mandat verbindet realisierte funktionale Verbesserungen mit der laufenden Begleitung des ERP-Wechsels. Verfügbarkeit, kontrollierte Freigaben, korrekte Buchungen und aufbewahrte Nachweise werden dabei als zusammenhängende Anforderungen eines betrieblichen Prozesses behandelt.
- Realisierte Erweiterungen für Verschrottungsanträge, Chargensplits, Risikominderung, Benachrichtigungen und Auswertungen.
- Geprüfte und angepasste Schnittstellen für ERP-Buchungen und Workflow-Status im Übergang von ECC zu S/4HANA.
- Eine Validierung der Reporting-, Signatur-, Berechtigungs- und Archivanbindungen im Migrationsumfang.
- Unterstützung bei Standortbereitschaft und Go-live, einschliesslich Anwenderabnahmen, gemeinsamer Durchläufe und praktischer Schulungen.
Einordnung des Mandats
Die globale Workflow-Anwendung und ihre ursprüngliche Zusammenführung bestanden bereits vor diesem Mandat. PROVADITs Auftrag umfasst die beschriebenen Erweiterungen und die migrationsbezogene Unterstützung des Workflows. Der Kunde verantwortet das übergreifende ERP-Programm und die Umstellungen der Standorte.
Was dieses Beispiel zeigt
Eine ERP-Migration betrifft den gesamten Geschäftsprozess rund um eine Buchung. Freigabeberechtigung, Anwendungsstatus und Nachweise müssen auch beim Systemwechsel zusammenpassen. Die enge Abstimmung zwischen Fachverantwortlichen, Standorten und technischen Teams ermöglicht es, eine kritische Anwendung weiterzuentwickeln und diese Durchgängigkeit zu erhalten.
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